Häufige Fragen

Fragen und Antworten zu KI-Projekten mit Modeso.

Diese Seite fasst zusammen, was auf den einzelnen Seiten von modeso.ai verteilt steht: Fragen zu Ablauf und Preisen, Fragen zu den einzelnen Anwendungsfällen, und die Fachbegriffe, die in KI-Projekten immer wieder vorkommen. Wer ein Thema vertiefen will, folgt dem Verweis zur jeweiligen Seite.

Einstieg, Preise und Ablauf

Ausführlich auf der Startseite.

CHF 15'000 ist viel für einen Test.

Es ist kein Test — Sie bekommen einen produktionsbereiten KI-Agenten und ein komplettes Audit Ihrer Prozesse. Und hier ist das Entscheidende: Werden die KPIs nicht erreicht, erhalten Sie CHF 10'000 bar zurück. Die verbleibenden CHF 5'000 decken den Blueprint ab — der geht vollständig in Ihren Besitz über. Im schlimmsten Fall zahlen Sie also CHF 5'000 für ein professionelles Prozess-Audit. Im besten Fall wird alles auf Ihre externe KI-Abteilung angerechnet. Das Risiko tragen wir.

Wir haben schon ChatGPT / Copilot.

Gut, dass Sie KI schon nutzen. Aber es gibt einen fundamentalen Unterschied: Ein Copilot assistiert — unsere KI-Agenten handeln. ChatGPT ist ein allgemeines Werkzeug. Es kennt Ihre Prozesse nicht, es ist nicht in Ihre Systeme integriert, und — kritisch — es läuft auf US-Servern. Jedes Mal, wenn ein Mitarbeiter Kundendaten in ChatGPT eingibt, riskieren Sie eine nDSG-Verletzung. Das ist klassische Shadow IT. Modeso ersetzt diese Shadow IT durch einen nDSG-konformen, massgeschneiderten Agenten, der Ihren spezifischen Prozess 5× schneller ausführt. Autonom, nicht als Assistent.

Unsere Daten sind zu sensibel.

Genau deshalb brauchen Sie Modeso. Denn gerade jetzt — ohne uns — nutzen Ihre Mitarbeiter vermutlich bereits KI-Tools mit sensiblen Kundendaten. Nur eben auf US-Servern, unkontrolliert, ohne Audit-Trail. Wir hosten 100% in der Schweiz. Unsere Systeme sind nDSG- und DSGVO-konform. Wir übernehmen die vertraglich garantierte Datensouveränität. Ihr Datenschutzproblem lösen wir nicht nur — wir eliminieren es.

Wir haben dafür gerade keine Zeit.

Das hören wir oft — und es ist meistens ein Zeichen dafür, dass Sie es am dringendsten brauchen. Der Accelerator ist so konzipiert, dass Ihr Team minimal belastet wird — wir machen die Arbeit. In den ersten 2 Wochen brauchen wir ca. 4–6 Stunden Ihrer Zeit für die Analyse. Danach arbeiten unsere Ingenieure 6 Wochen eigenständig. Und ab Woche 9 haben Sie einen Agenten, der Ihnen 10–15 Stunden pro Woche zurückgibt. Die Frage ist: Können Sie sich leisten, noch 12 Monate ohne diese Kapazität zu arbeiten?

Wir warten auf die nächste KI-Generation.

Die Konkurrenz wartet nicht. 52% der Schweizer Firmen automatisieren bereits. Jeder Monat Wartezeit kostet Sie ca. CHF 12'500 an verlorener Effizienz — das entspricht 1.5 FTE. Die Firmen, die jetzt starten, bauen einen Vorsprung auf, der in 2 Jahren nicht mehr einzuholen ist. KI ist kein Trend, der vorbeigeht — es ist ein neues Betriebssystem für Ihr Unternehmen.

Wie lange dauert die Implementierung?

Der AI Accelerator läuft exakt 12 Wochen. Danach ist der erste KI-Agent produktionsbereit und voll integriert. Kein jahrelanges Transformationsprojekt, kein Overhead. Es gibt drei Phasen: Sovereign Audit (Woche 1–2), Agent Build (Woche 3–8) und The Proof (Woche 9–12) mit Shadow Mode.

Brauchen wir IT-Personal?

Nein. Modeso ist als externe KI-Abteilung konzipiert — wir übernehmen Strategie, Umsetzung, Betrieb und Optimierung komplett. Sie brauchen kein internes Entwicklerteam und kein technisches KI-Vorwissen.

Treuhand und Belegverarbeitung

Ausführlich auf Treuhand und Belegverarbeitung.

Was macht die KI-Belegverarbeitung genau?

Sie liest gescannte Papierrechnungen, Fotos von Quittungen und uneinheitliche E-Mail-Belege, erkennt darin Totalbetrag, MwSt.-Sätze und IBAN und strukturiert die Daten in DATEV- und Abacus-kompatible Formate.

Was ist der Unterschied zu einem herkömmlichen OCR-Scanner?

Ein OCR-Scanner arbeitet mit starren Regeln nach dem Muster «Suche den Betrag rechts unten» und scheitert an variablen Layouts. Wir setzen multimodale Sprachmodelle ein, die den Beleg semantisch verstehen und deshalb unabhängig vom Layout die richtigen Felder finden.

Funktioniert das auch bei fotografierten oder handschriftlichen Belegen?

Ja. Ob fotografierte Tankquittung, verschachtelte Hotelrechnung oder handschriftliche Notiz: Die Extraktion ist layout-agnostisch und braucht kein hinterlegtes Template.

Kontiert die KI die Belege auch vor?

Ja. Über die Anbindung an Ihre bestehenden Buchungssätze schlägt das System vor, auf welches Konto ein Beleg gebucht wird. Es bleibt ein Vorschlag, die Freigabe macht ein Mensch.

Wie wird verhindert, dass falsche Zahlen durchrutschen?

KI-Agenten führen Plausibilitätsprüfungen durch, zum Beispiel ob der Totalbetrag mit den Einzelpositionen übereinstimmt. Das reduziert Dateneingabefehler gegenüber der manuellen Erfassung.

In welchem Format kommen die Daten heraus?

In DATEV- und Abacus-kompatiblen Formaten, damit die extrahierten Daten ohne Zwischenschritt in die bestehende Buchhaltung gelangen.

Ersetzt das unsere Buchhaltung?

Nein. Die KI übernimmt die Erfassung und den Kontierungsvorschlag, also die Fleissarbeit. Die Freigabe der Buchung und die fachliche Verantwortung bleiben beim Menschen.

Wie steht es um den Datenschutz?

Die Lösung ist auf den Betrieb nach dem revidierten Schweizer Datenschutzgesetz ausgelegt. Welche Ablage und welcher Betriebsort im Einzelfall passen, klären wir vor der Umsetzung.

Corporate LLM

Ausführlich auf Corporate LLM.

Was ist ein Corporate LLM?

Eine private, geschlossene KI-Umgebung, die auf Ihr Unternehmen zugeschnitten ist. Sie liefert die Leistung moderner Sprachmodelle, ohne dass Ihre Daten die kontrollierte Umgebung verlassen.

Warum reicht ein öffentliches Werkzeug wie ChatGPT nicht?

Wenn vertrauliche Kundendaten oder interne Strategiepapiere in öffentliche Modelle eingegeben werden, können diese Daten zum Training zukünftiger Modelle des Anbieters verwendet werden. Zudem fehlt öffentlichen Modellen der Kontext Ihres Unternehmens.

Trainieren Sie dafür ein eigenes Modell von Grund auf?

Nein. Ein Modell von Grund auf zu trainieren ist zeit- und kostenintensiv. Wir schöpfen stattdessen etablierte Basismodelle aus und integrieren sie in Ihre Infrastruktur.

Wo liegen unsere Daten?

In Ihrer eigenen Infrastruktur oder in zertifizierten Schweizer Rechenzentren. Ihre Eingabedaten werden niemals für das Training der Modelle des Cloud-Anbieters verwendet.

Geht das auch vollständig ohne Cloud?

Ja. Neben der Anbindung über sichere Enterprise-Schnittstellen ist eine komplett autarke On-Premises-Lösung möglich, wenn maximale Datensouveränität gefordert ist.

Kennt die KI unsere internen Dokumente?

Ja, über Retrieval-Augmented Generation. Die KI wird sicher mit Ihren internen Datenquellen verknüpft und liefert auf eine Frage eine belegte Antwort im Kontext Ihres Unternehmens.

Wie sieht die Kostenstruktur gegenüber Einzelplatzlizenzen aus?

Statt einer Lizenz pro Mitarbeitendem ist die Abrechnung nutzungsbasiert oder der Betrieb läuft auf dedizierter Infrastruktur. Pro Aufgabe wird jeweils das kostengünstigste geeignete Modell gewählt.

Kann die KI auch Aufgaben übernehmen, nicht nur antworten?

Ja. Es lassen sich spezialisierte KI-Agenten bauen, die zum Beispiel den Kundensupport automatisieren, Verträge analysieren oder Abläufe in der Buchhaltung beschleunigen.

Wie fangen wir an?

Mit einem kostenlosen Discovery-Call von 30 Minuten. Das ist kein Verkaufsgespräch, sondern eine Analyse Ihrer Ausgangslage.

Informationssicherheit und ISMS

Ausführlich auf Informationssicherheit und ISMS.

Was ist der ISMS Assistant?

Ein unternehmensinternes KI-Werkzeug, das mit dem bestehenden zentralen Wissensmanagement verbunden ist und Fragen zu den freigegebenen Sicherheitsrichtlinien beantwortet. Er ersetzt das Information Security Management System nicht, er macht es abrufbar.

Woher nimmt der Assistent seine Antworten?

Ausschliesslich aus den vom Management freigegebenen internen Dokumenten. Er synchronisiert automatisch die jeweils aktuellste Fassung. Er erfindet keine Richtlinie und greift nicht auf allgemeines Wissen aus dem Internet zurück.

Kann ich nachvollziehen, worauf eine Antwort beruht?

Ja. Jede Antwort enthält den Verweis auf das Originaldokument, aus dem sie stammt. Damit lässt sich jede Auskunft gegenprüfen, was bei einem Audit der entscheidende Punkt ist.

Was passiert, wenn eine Richtlinie geändert wird?

Der Assistent übernimmt die neue freigegebene Fassung automatisch. Es gibt keinen zweiten Pflegeaufwand, weil er auf demselben Dokumentenbestand arbeitet, den Sie ohnehin führen.

Ersetzt der Assistent unseren Sicherheitsbeauftragten?

Nein. Er nimmt die Suche ab, nicht die Verantwortung. Risikobeurteilung, Freigabe von Richtlinien und der Umgang mit Vorfällen bleiben beim Menschen. Der Assistent sorgt dafür, dass Mitarbeitende die geltende Regel finden, statt zu raten.

Warum nicht einfach ChatGPT benutzen?

Ein öffentliches Werkzeug kennt Ihre Richtlinien nicht und läuft auf fremden Servern. Wer eine Sicherheitsfrage samt internem Kontext dort eingibt, gibt genau die Informationen preis, die das ISMS schützen soll. Das ist der klassische Fall von Schatten-KI.

Ist der Einsatz mit dem revDSG vereinbar?

Die Lösung ist auf den Betrieb unter dem revidierten Schweizer Datenschutzgesetz ausgelegt: identitätsbasierte Zugriffskontrollen, Anbindung über geschützte APIs, und keine der eingegebenen oder indexierten Daten werden für Trainingszwecke verwendet. Die datenschutzrechtliche Beurteilung des konkreten Einsatzes bleibt Sache Ihres Unternehmens.

Hat der Assistent etwas mit ISO 27001 zu tun?

ISO 27001 ist die internationale Norm für Informationssicherheits-Managementsysteme. Wer danach arbeitet, muss nachweisen können, dass Richtlinien bekannt sind und angewendet werden. Genau dafür liefert der Assistent Antworten mit Quellenverweis. Eine Zertifizierung nach der Norm vergeben ausschliesslich externe Stellen.

An welche Systeme lässt sich der Assistent anbinden?

An das zentrale Wissensmanagement, in dem die freigegebenen Richtlinien liegen. Welche Systeme das im Einzelfall sind, klären wir im Workshop, bevor gebaut wird.

Wo laufen die Daten?

In Ihrer eigenen Infrastruktur oder in Schweizer Rechenzentren. Die Inhalte verlassen die kontrollierte Umgebung nicht und werden nicht für das Training der Modelle eines Cloud-Anbieters verwendet.

Was kostet der Einstieg?

Der Einstieg läuft über den Workshop für CHF 15'000. Werden die vereinbarten Kennzahlen nicht erreicht, erhalten Sie CHF 10'000 zurück. Die verbleibenden CHF 5'000 decken den Blueprint ab, der vollständig in Ihren Besitz übergeht.

Wie fangen wir an?

Mit dem kostenlosen Erstgespräch. Darin schauen wir uns an, wie Ihre Richtlinien heute abgelegt sind und wie oft Mitarbeitende danach suchen. Daraus ergibt sich, ob sich der Assistent bei Ihnen lohnt.

CV-Screening im Recruiting

Ausführlich auf CV-Screening im Recruiting.

Was macht das KI-CV-Screening?

Es anonymisiert Bewerbungsunterlagen automatisch und bewertet ausschliesslich die relevanten Fähigkeiten, Erfahrungen und Qualifikationen, gemessen an den Kriterien, die Ihr HR-Team definiert.

Welche Angaben werden anonymisiert?

Name, Geburtsjahr, Adresse, Foto und Hochschule werden aus dem Lebenslauf entfernt, bevor der erste Mensch ihn sieht.

Warum ist das überhaupt nötig?

Weil bereits der Name die Entscheidung beeinflusst. Lebensläufe mit fremdklingenden Namen erhalten bis zu 36 Prozent weniger Rückmeldungen, Erwerbspausen werden von 60 Prozent der Recruiter negativ bewertet, und Kandidaten von Prestige-Universitäten werden unabhängig von ihrer Kompetenz bevorzugt.

Wer legt die Bewertungskriterien fest?

Ihr HR-Team. Die KI bewertet jeden Lebenslauf anhand der Kompetenzprofile, die Sie definieren, nicht anhand eigener Massstäbe.

Ist nachvollziehbar, wie eine Bewertung zustande kommt?

Ja. Jedes Scoring ist transparent und für Menschen nachvollziehbar begründet, nach dem Prinzip der erklärbaren KI.

Entscheidet die KI über Absagen?

Nein. Sie erstellt eine faire Shortlist und einen transparenten Ranking-Report. Die Entscheidung trifft Ihr Team.

Was bringt das messbar?

74 Prozent weniger Screening-Zeit, ein nachweislicher Rückgang bias-bedingter Ablehnungen um 38 Prozent und eine dreifach höhere Diversität in den Shortlists.

Wie steht das zum EU AI Act?

Das System ist auf die kommenden HR-Regulierungen ausgelegt und vollständig auditierbar.

Wo liegen die Bewerbungsunterlagen?

In Ihrer dedizierten Infrastruktur, in der Schweiz gehostet. Die Lebensläufe verlassen diese Umgebung nicht.

Immobilienverwaltung

Ausführlich auf Immobilienverwaltung.

Welches Problem löst die Lösung?

Informationen liegen über unterschiedliche Systeme, PDF-Mietverträge und Grundbuchauszüge verteilt. Die manuelle Suche darin bindet Stunden, und die Konsolidierung für eine Portfolio-Auswertung ist fehleranfällig.

Welche Datenquellen werden angebunden?

Ihre internen Filesysteme und ERP-Systeme. Die KI indiziert dabei auch unstrukturierte Daten, von gescannten Verträgen bis zu Excel-Listen.

Wie stelle ich eine Abfrage?

In normaler Sprache, statt über eine Datenbankabfrage. Ein Beispiel: «Wann laufen die Gewerbemietverträge im Objekt XYZ aus?»

Sehe ich, woher eine Antwort stammt?

Ja. Jede Antwort kommt mit einer Verlinkung auf die Quelldokumente, aus denen sie stammt.

Erkennt das System Widersprüche zwischen ERP und Vertrag?

Ja. Die Vertrags-Plausibilisierung findet automatisch Diskrepanzen zwischen dem digitalen ERP-Eintrag und der indexierten PDF-Fassung.

Wer darf welche Objekte sehen?

Strenge Access-Control-Listen regeln, welche Person welche Dokumente abfragen kann.

Wo läuft das System?

Vollständig in der Schweiz gehostet.

Hilft das auch bei der Nebenkostenabrechnung?

Ja. Die KI extrahiert die Schlüsselzahlen aus den Rechnungen der Bewirtschafter und stellt sie dem Asset Management bereit.

KI-Coach für Führungskräfte

Ausführlich auf KI-Coach für Führungskräfte.

Was ist der Executive Ally?

Ein intern betriebener KI-Partner für Führungskräfte, ausgerichtet auf Executive Communication, Verhandlungsführung und Strategieentwicklung. Er urteilt nicht und verfolgt keine politische Agenda.

Wofür wird er im Alltag benutzt?

Zum Schärfen von E-Mails, Präsentationen und Führungsgesprächen, zur Vorbereitung von Budget-, Gehalts- und Ressourcenverhandlungen, zum Durchdenken komplexer Entscheidungen und zur Vorbereitung von Verwaltungsrats- und Investorengesprächen.

Warum nicht einfach ChatGPT?

Weil Führungsthemen sensibel sind. Der Ally ist auf den Betrieb nach dem revidierten Schweizer Datenschutzgesetz ausgelegt, was Sie besprechen wird nicht für Training verwendet, es gibt kein Mining Ihrer Gesprächsverläufe, und nur autorisiertes Führungspersonal hat Zugang.

Wer hat Zugriff auf die Gespräche?

Nur autorisiertes Führungspersonal. Der Zugang ist strikt kontrolliert.

Wo läuft das System?

Wahlweise On-Premise, in einer Schweizer Private Cloud oder auf der Google Cloud Platform mit kundenverwalteten Schlüsseln.

Kennt der Ally unser Unternehmen?

Ja. Er wird auf Ihre Unternehmenswerte und Prioritäten hin kontextualisiert, damit die Vorschläge zu Ihrer Organisation passen.

Ersetzt er einen menschlichen Coach?

Nein. Er ist ein Reflexionsraum, der jederzeit verfügbar ist und Diskretion wahrt. Die Entscheidung und die Verantwortung bleiben bei der Führungskraft.

Fachbegriffe

Neutrale Definitionen, ohne Bezug auf ein Angebot. Auf den Use-Case-Seiten stehen dieselben Begriffe im jeweiligen Zusammenhang.

Allgemein

Agentic AI, autonome KI-Agenten

Ein Agent führt eine Aufgabe eigenständig über mehrere Schritte aus, statt nur auf eine Frage zu antworten. Er ruft Werkzeuge auf, prüft Zwischenergebnisse und arbeitet weiter, bis das Ziel erreicht ist. Der Unterschied zum Assistenten oder Copiloten: Der Assistent hilft, der Agent handelt.

revDSG, auch nDSG

Das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz, seit dem 1. September 2023 in Kraft. Beide Schreibweisen sind im Umlauf und meinen dasselbe Gesetz.

US Cloud Act

US-Gesetz, das US-Anbieter verpflichten kann, Daten herauszugeben, auch wenn diese physisch ausserhalb der USA liegen. Es ist der Grund, weshalb «Serverstandort Schweiz» allein noch keine Datensouveränität bedeutet, solange der Betreiber dem US-Recht untersteht.

RAG, Retrieval-Augmented Generation

Das Sprachmodell bekommt zur Laufzeit die passenden Ausschnitte aus den eigenen Dokumenten mitgeliefert und antwortet auf dieser Grundlage. Das Modell selbst wird dabei nicht verändert.

Treuhand und Belegverarbeitung

Belegerkennung und OCR

OCR steht für Optical Character Recognition und wandelt Bild in Text um. Sie erkennt Zeichen, aber nicht deren Bedeutung. Ein multimodales Sprachmodell erkennt zusätzlich, welche Zahl der Totalbetrag und welche der MWST-Satz ist.

Vorkontierung

Der Vorschlag, auf welches Konto ein Beleg gebucht wird, noch bevor eine Person ihn freigibt. Abgeleitet aus früheren Buchungssätzen desselben Lieferanten.

MWST-Abrechnung

Die periodische Abrechnung der Mehrwertsteuer gegenüber der Eidgenössischen Steuerverwaltung. Falsch erfasste MWST-Sätze auf Belegen wirken sich direkt darauf aus.

Debitoren und Kreditoren

Offene Forderungen gegenüber Kunden und offene Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten. Die automatische Zuordnung eines Belegs zur richtigen Seite ist der häufigste Fehlerpunkt bei der manuellen Erfassung.

Aufbewahrungspflicht nach OR

Das Schweizer Obligationenrecht verlangt, Geschäftsbücher und Belege zehn Jahre aufzubewahren. Das gilt auch für digitalisierte Belege, samt Nachvollziehbarkeit der Verarbeitung.

Corporate LLM

Fine-Tuning gegenüber RAG

Fine-Tuning verändert das Modell dauerhaft und ist teuer und träge. RAG lässt das Modell unverändert und hält das Wissen aktuell, weil nur die Dokumentenbasis gepflegt wird. Für Firmenwissen ist RAG in den meisten Fällen der richtige Weg.

On-Premises

Betrieb auf eigener Hardware im eigenen Rechenzentrum, ohne dass Daten das Unternehmen verlassen. Gegenbegriff zum Betrieb in einer fremden Cloud.

Schatten-KI

Die Nutzung öffentlicher KI-Werkzeuge durch Mitarbeitende ohne Freigabe der IT. Der KI-Fall der klassischen Schatten-IT und heute der häufigste Weg, auf dem vertrauliche Daten ein Unternehmen verlassen.

Anforderungen nach ISO 27001

ISO 27001 ist die internationale Norm für Informationssicherheits-Managementsysteme. Sie stellt Anforderungen an Zugriffskontrolle, Protokollierung und Lieferantensteuerung, die auch für den Betrieb eines Firmen-LLM gelten.

Vertragsanalyse für Kanzleien

Due Diligence

Die sorgfältige Prüfung eines Unternehmens oder Vertragswerks vor einer Transaktion. Der zeitaufwändigste Teil ist das Sichten grosser Vertragsbestände auf Risiken.

Change-of-Control-Klausel

Eine Vertragsklausel, die dem Gegenüber Rechte einräumt, wenn die Eigentümerschaft wechselt, etwa ein Kündigungsrecht. Bei Übernahmen einer der kritischsten Funde.

Risikoklausel

Sammelbegriff für Passagen mit erhöhtem Risiko, etwa fehlende Haftungsbeschränkungen, einseitige Vertragsstrafen oder automatische Verlängerungen.

Dataroom

Der gesicherte Dokumentenbestand, der den Prüfenden bei einer Transaktion zur Verfügung gestellt wird. Umfasst häufig hunderte bis tausende Dokumente.

Anwaltsgeheimnis

Die Pflicht zur Verschwiegenheit über alles, was Mandantinnen und Mandanten anvertrauen. Sie schliesst die Weitergabe an unkontrollierte Dritte aus, auch an öffentliche KI-Dienste.

Informationssicherheit und ISMS

ISMS

Information Security Management System. Die Gesamtheit aus Richtlinien, Prozessen und Nachweisen, mit der ein Unternehmen Informationssicherheit steuert. Kein einzelnes Werkzeug, sondern ein Führungssystem.

ISO 27001

Die internationale Norm für ISMS. Sie beschreibt, wie Risiken erfasst, Massnahmen festgelegt und Wirksamkeit nachgewiesen wird. Zertifizierungen nach dieser Norm werden von externen Stellen vergeben.

Richtlinienkonformität

Der Nachweis, dass das tägliche Handeln den freigegebenen internen Richtlinien entspricht. Die häufigste Ursache für Abweichungen ist nicht böser Wille, sondern dass die Richtlinie nicht gefunden wird.

Audit-Trail

Die lückenlose Aufzeichnung, wer wann worauf zugegriffen und was verändert hat. Ohne Audit-Trail lässt sich ein Sicherheitsvorfall im Nachhinein nicht rekonstruieren.

Sicherheitsvorfall

Ein Ereignis, das Vertraulichkeit, Integrität oder Verfügbarkeit von Informationen gefährdet. Nach revDSG bestehen bei Verletzungen der Datensicherheit Meldepflichten gegenüber dem EDfÖB.

CV-Screening im Recruiting

Anonymisiertes Screening

Bewertung einer Bewerbung, nachdem identifizierende Angaben wie Name, Herkunft, Alter, Geschlecht und Wohnort entfernt wurden. Ziel ist, dass nur noch Qualifikation und Erfahrung sichtbar sind.

Bias im Recruiting

Systematische Verzerrung der Beurteilung durch Merkmale, die nichts mit der Jobleistung zu tun haben. Bekannte Formen sind Namens-Bias, Lücken-Bias bei Erwerbspausen und Schulen-Bias zugunsten von Prestige-Universitäten.

Scoring und Kriterienkatalog

Die Bewertung anhand vorab definierter, gewichteter Kriterien statt nach Bauchgefühl. Die Kriterien legt das HR-Team fest, nicht das Modell.

Nachvollziehbarkeit der Entscheidung

Jede Bewertung muss für Menschen prüfbar bleiben. Bei Personendaten verlangt das revDSG Auskunft darüber, wie eine automatisierte Entscheidung zustande kam.

Immobilienverwaltung

PropTech

Technologie für die Immobilienwirtschaft, von der Bewirtschaftung über die Vermarktung bis zur Portfoliosteuerung.

Asset Management in der Immobilienwirtschaft

Die wirtschaftliche Steuerung eines Immobilienportfolios: Erträge, Leerstände, Investitionen und Vertragslaufzeiten. Abzugrenzen von der operativen Bewirtschaftung vor Ort.

Nebenkostenabrechnung

Die jährliche Abrechnung der umlagefähigen Kosten gegenüber den Mietparteien. Sie stützt sich auf Rechnungen der Bewirtschafter, aus denen Schlüsselzahlen einzeln herausgelesen werden müssen.

Access Control List, ACL

Die Festlegung, welche Person welche Dokumente sehen darf. Bei einer KI-Abfrage über den Gesamtbestand entscheidet die ACL darüber, welche Quellen überhaupt in die Antwort einfliessen dürfen.

KI-Coach für Führungskräfte

Executive Sparring

Das strukturierte Durchspielen von Gesprächen, Verhandlungen und Entscheidungen mit einem Gegenüber, das widerspricht. Der Zweck ist, das eigene Urteil zu prüfen, nicht bestätigt zu bekommen.

Vertraulichkeitsstufe

Die Einstufung, wer eine Information sehen darf. Bei Gesprächen auf Geschäftsleitungsebene ist sie höher als bei allen anderen betrieblichen Daten, weshalb öffentliche KI-Werkzeuge dafür ausscheiden.

Intern betriebenes Modell

Ein Sprachmodell, das in der Umgebung des Unternehmens läuft. Eingaben werden nicht an einen fremden Anbieter übermittelt und nicht für dessen Modelltraining verwendet.